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Johanniskraut

 

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Seinen Namen verdankt es der Tatsache, dass es um St. Johanni (24. Juni) in voller Blütenpracht steht. Im alten Volksglauben galt die Sommersonnenwende als eine Zeit besonderer Kräfte. Das Johanniskraut wurde früher gegen Geister, Zauberei, Ängste und böse Träume eingesetzt, daher auch als Hexenkraut bekannt. Zu dieser Pflanze gibt es die viele Sagen und Geschichten.
Johanniskraut war ein Lieblingsheilkraut von Paracelsus. Er hat uns über die Wirkung eine ansehnliche Abhandlung hinterlassen.

Merkmal:
Die goldgelben Blüten bestehen aus 5 Kronblättern und vielen langen Staubgefäßen. Der lateinische Beiname perforatum bezieht sich auf die Blätter. Hält man sie gegen das Licht, sehen sie wie perforiert aus. Dies ist auf die zahlreichen kleine Öldrüsen zurückzuführen, mit denen Blätter und Blüten besetzt sind. Sie enthalten den roten Farbstoff Hypericin, dem man eine energiespendende Wirkung zuschreibt. 

Das Johanniskraut wächst europaweit auf steinigen, trockenen Urgesteins- oder Kalkböden, an sonnigen Wald- und Wegrändern. Es blüht von Juni bis September und soll zu Johanni (24. Juni) zur Sommersonnenwende geerntet werden. Zu diesem Zeitpunkt hat es die höchste Sonnenkraft gespeichert und den höchsten Wirkstoffgehalt.

Für den Tee nimmt man die oberen nicht verholzten Teile, abschneiden, gebündelt, kopfüber an einem dunklen, luftigen Ort zum Trocknen aufhängen. Die Droge ist lichtempfindlich und sollte deshalb gut verschlossen an einem dunklen Platz aufbewahrt werden.

Für Kräuteröle werden nur die frischen Blüten verwendet., angesetzt in hochwertigem Pflanzenöl, an einem hellen Ort (am besten im Sonnenlicht) 4 - 5 Wochen stehen lassen, bis das Öl eine tiefrote Farbe angenommen hat. Das Öl abseihen und in einer dunklen Glasflasche verschlossen aufbewahren. Fertiges Johanniskrautöl ist in der Apotheke erhältlich.

Inhaltsstoffe:
in den Blüten befindet sich gelber und roter Farbstoff, der in Alkohol leicht löslich ist. Ferner enthält das Kraut ätherisches Öl, Glykosid, Gerbstoff, Flavone, Pektin, Cholin, Pentosane, Stearin, Palmitin, Phytosterin, Myritinsäure, Phlobabene und Mineralstoffe.

Anwendung:
beruhigende und stimmungsaufhellende Eigenschaften. 

Innerlich ist Johanniskraut als Tee ein unvergleichliches Nervenheilmittel und damit sicherlich der wichtigste Heiltee der Gegenwart!

Morgens eine Tasse getrunken, kräftigt der Tee für die Tagesarbeit, eine Tasse abends besänftigt die Nerven und bringt einen erquickenden Schlaf.

Paracelsus empfiehlt es auch bei Gemütsleiden, Schwermut und Trübsinn, bei Leberstörungen und Gallenblasenentzündungen. Kneipp hat dies bestätigt und viele Praktiker haben die reinigende Wirkung des Johanniskrautes auf Leber und Galle erkannt. Johanniskrauttee wird auch bei Migräne, die durch eine Funktionsstörung der Leber hervorgerufen wird, verwendet. Gynäkologen schätzen das Johanniskraut bei Regelstörungen, bei schmerzhaften Regelblutungen und bei Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut. 

Von der modernen Medizin wird es als langsamer, aber nachhaltig wirkender Tranquilizier empfohlen, der keine Nebenwirkungen hat. Wenn man den Tee etwa 3 Wochen trinkt, tritt eine deutliche Aufhellung der Stimmung ein. Heiß getrunken wirkt der Tee am besten. 

Äußerlich ist das rote Johanniskrautöl ein ausgezeichnetes Mittel der Wundheilung, nach Operationen, bei Wund- und Narbenschmerzen, bei Hämorrhoiden, bei offenem Fußgeschwür, bei eitrigen Prozessen, bei Hautproblemen und rheumatischen Erkrankungen. In der Volksmedizin wird es bei Verbrennungen 1. Grades als Heilmittel eingesetzt. 

Johanniskraut wirkt photosensibilisierend. Man darf sich während der Kur nicht starker Sonnenbestrahlung aussetzen, weil das schnell zu einem Sonnenbrand führt, wogegen man Johanniskrautöl wiederum erfolgreich anwendet. Johanniskraut erhöht die Leberfunktion und ist nervenstärkend.

Johanniskraut im Garten
Das echte Johanniskraut ist im Handel selten erhältlich. Für den Garten werden ausschließlich Ziergattungen angeboten, die keine Heilwirkung haben. Wenden Sie sich an Spezialgärtnereien oder suchen Sie einen Bestand in der freien Natur, um die Samen einzusammeln. Im Freien wachsende Pflanzen nicht ausgraben!

Anzucht: Johanniskrautsamen im März - Mai breitwürfig in ein mit ausreichend Anzuchterde gefülltes Kistchen aussäen. 

Die Samen dünn mit Erde abdecken, besprühen und regelmäßig feucht halten. Die Samen keimen in ca. 14 – 20 Tagen.

Wenn die Sämlinge eine Höhe von etwa 3-5 cm erreichten haben, werden sie jeweils zu dritt in kleine Töpfe mit Blumenerde gesetzt. Den Sommer über sollte man die Pflanzen an einen sonnigen Platz stellen und nicht austrocknen lassen.

Im Herbst werden sie mit 30 cm Abstand ins Freiland (in durchlässige Erde) gepflanzt. Sie blühen im nächsten Sommer.

Johanniskraut lässt sich am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder Herbst vermehren. Graben Sie die Staude aus, teilen Sie die Horste mit dem Spaten in mehrere Stücke und pflanzen Sie diese in den gut gelockerten Boden. Wünschen Sie reichlich Nachwuchs, sollten Sie im Herbst die Samen ernten. Den Winter über trocknen und dunkel aufbewahren und ab März in Kistchen aussäen.


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